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Schavan kürzt Stipendienprogramm dramatisch! RCDS kritisiert Rückzieher

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28
Jul
2010

Diese neue Entwicklung ist für die betroffenen Studenten und die Förderungswerke ein Schlag ins Gesicht. Es ist unbegreiflich, mit welcher Inkonsequenz die Förderung des Bildungssystems in Deutschland betrieben wird“, kritisierte Carmen Langhanke, die Vorsitzende des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) in Bayern und Mitglied des CSU Parteivorstandes.

Erst am 09. Juli 2010 stimmte der Bundesrat der Etablierung eines, von Frau Schavan so vehement geforderten nationalen Stipendiensystems zu, in dessen Rahmen bis zu 160.000 Studenten unabhängig vom elterlichen Einkommen mit 300 Euro im Monat unterstützt werden sollten. Entgegen allen Erwartungen kündigt die Ministerin nun Erschütterndes an: Die Finanzierung soll in den kommenden drei Jahren von den ursprünglich im Gesetzesentwurf einkalkulierten 800 Millionen auf lediglich 60 Millionen gekürzt werden. Damit wäre nur noch eine Förderung von jährlich etwa 6.000 Studenten möglich. Darüber hinaus sollen bei den Zuschüssen für die etablierten Begabtenförderungswerke 60Millionen Euro eingespart werden.

Bildung ist eine der wichtigsten Ressourcen dieses Landes – umso erschreckender ist die Gleichgültigkeit, mit der die Bundesregierung ihre geplante Verbesserung des Bildungssystems binnen kürzester Zeit verwirft“, so die 26-jährige Diplom-Juristin.

Auch der stellvertretende Bundesvorsitzende des RCDS, Sebastian Brewe, äußert schärfste Kritik an den neuesten Entwicklungen. „Es ist untragbar, dass die Studenten derartig enttäuscht werden. Wenn wir nicht wollen, dass das deutsche Bildungssystem gänzlich wettbewerbsunfähig wird, müssen wir die besten Studenten fordern und fördern. Die Bundesregierung sollte sich dringend ihrer Verantwortung bewusst werden“, so Brewe.

Deutschland muss wieder Bildungsrepublik werden. Es kann und darf nicht möglich sein, dass die Bildungspolitik und unsere Studenten drastischen, finanziellen Kürzungen und der Unfähigkeit politische Versprechungen einzuhalten, zum Opfer fallen.“ mahnt Langhanke abschließend.

 

Zuletzt aktualisiert am 28. Juli 2010