Wahlprogramm

Transparenterer Umgang mit dem AStA-Budget - Rechenschaftsbericht
Außer Spesen nichts gewesen? So scheint es jedenfalls, wenn man sich den aktuellen Rechenschaftsbericht des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) ansieht. Jedes Mitglieder des AStA erhält für seine Tätigkeit eine Aufwandsentschädigung von 243,81€. Bei sechs Mitgliedern entspricht das einer Summe von 1462,86€ - Geld, das anderswo besser eingesetzt werden kann!
Die Zahlung einer solchen Entschädigung ist im Vergleich zu anderen Universitäten in Bayern alles andere als selbstverständlich und entbehrt jeglicher Grundlage. Geld, dass von den Studenten kommt, sollte auch zum Wohle dieser eingesetzt werden und nicht in die Taschen einiger weniger fließen, die ein Ehrenamt ausüben, das bereits dem Wortlaut nach normalerweise unentgeltlich geleistet wird. Wir fordern deshalb die Abschaffung der Aufwandsentschädigungen für die Mitglieder des AStA.
Außerdem stehen wir für eine transparente Ausgabenpolitik in der studentischen Vertretung ein und fordern deshalb die Einführung eines Rechenschaftsberichts, der nachvollziehbar offenlegt, wofür der AStA seine finanziellen Mittel ausgibt. Dabei sollte es nicht wie bisher reichen, nur anzugeben, mehrere Hundert Euro für “Bürokosten” und mehrere Tausend Euro für “Aktionen” ausgegeben zu haben, sondern es muss bei jedem einzelnen Euro klar sein, wofür er verwendet wurde.
Bisher sieht die rot-grüne Mehrheit im Studierendenparlament hier gelassen zu. Wir finden: So kann es nicht weitergehen!

Besseres lernen in der Bibliothek
Die Lesesäle sind für viele Studenten der Mittelpunkt ihres Lernalltags. Um den individuell verschiedenen Tagesstrukturen aller Studenten gerecht zu werden, setzen wir uns für eine dauerhafte Verlängerung der Öffnungszeiten am Wochenende bis 22:00 Uhr unter dauerhafter Beibehaltung des zusätzlichen Sicherheitsdienstes ein. Außerdem fordern wir die Abschaffung der Garderobenpflicht in allen Bibliotheken. Während die Schließfächer im Juridicum defekt waren, hat sich gezeigt, dass die Mitnahme undurchsichtiger Taschen nicht zu mehr Diebstählen führt. Könnten wir Rucksäcke und Taschen grundsätzlich in den Lesesaal mitnehmen, entfiele einerseits das ärgerliche Aus- und Umpacken vor dem Lernen. Andererseits ginge der Bedarf an Schließfächern zurück, sodass ein Teil in Mietschließfächer umgewandelt werden könnte, die Studenten bei Bedarf für einen längeren Zeitraum zur Verfügung gestellt werden. Höchste Priorität hat für uns darüber hinaus, die Überfüllung der Lesesäle während der Prüfungsphasen zu lösen. Gerade zum Ende der Vorlesungszeit sind die Säle voll besetzt, während viele Seminarräume - insbesondere im NK - nicht mehr genutzt werden. Der RCDS fordert, leerstehende Seminarräume online und an der Theke des nächsten Lesesaals als (Gruppen-)Arbeitsräume auszuschreiben, um auf diese Weise vorhandene Kapazitäten effizienter zu nutzen.

Sicherheit auf dem Campus stärken
In der Vergangenheit kam es auf dem Campus, insbesondere rund um das NK und den dortigen Lesesaal, immer wieder zu Vorfällen mit alkoholisierten und zum Teil gewaltbereiten Besuchern, die nicht zur Passauer Studentenschaft gehören. Aus diesem Grund hat die Universität zusätzliches Sicherheitspersonal engagiert, was wir als RCDS ausdrücklich unterstützt und beibehalten will. Die auffälligen Personen kommen nach Angaben des Sicherheitsdienstes sowohl vom Exerzierplatz/ZOB, als auch vom Aufenthaltsbereich hinter der ISA in die Universitätsgebäude.
Während sich an der Nähe zum ZOB nichts ändern lässt, stellen wir den Sinn der Sitzflächen hinter der ISA infrage. Diese werden von Studenten, die lieber auf der Innwiese sitzen, so gut wie nicht genutzt und dienen im Wesentlichen Besuchern aus der Stadt als Ort zum Drogenkonsum. Wir sind der Meinung, dass der Bereich hinter der ISA einer anderen Nutzung zugeführt werden sollte uns setzen uns dafür ein, stattdessen auf dem Mensavorplatz zusätzliche Sitzgelegenheiten zu schaffen.
Zudem versprechen wir uns von einem Ausbau der Beleuchtung auf dem Campus und der damit einhergehenden Verringerung von Dunkelflächen die Steigerung von tatsächlicher und gefühlter Sicherheit auf unserem Unigelände.

Modernisierung endlich umsetzen
Zu Beginn jedes Semesters steht man vor demselben Problem: Die Validierungsautomaten sind ständig defekt und halten dem Ansturm der Studenten nicht stand. In der Folge müssen wir uns in den Stadtbussen zu Unrecht als Schwarzfahrer behandeln lassen. Dieser Zustand ist an einer modernen Universität genauso wenig haltbar wie die Campusdrucker, denen wir unsere CampusCard regelmäßig mit Pinzetten oder Zangen entreißen müssen. Wir fordern: Schritt für Schritt muss bei den Druckern, wie sonst überall auf dem Campus, eine kontaktlose Zahlung eingerichtet werden. Darüber hinaus setzen wir uns dafür ein, dass die Möglichkeit geschaffen wird, die Campus Card online aufzuladen. Wir versprechen uns davon eine Reduzierung des Gedränges vor den - ebenfalls oft defekten - Aufladeautomaten. Außerdem könnte so dem Problem begegnet werden, dass nicht jedes Fakultätsgebäude über einen solchen Automaten verfügt. Schließlich möchten wir uns für die Möglichkeit zur Zahlung mit Smartphone in der Cafete und in der Mensa einsetzen. Bisher gibt es in den Cafeten lediglich die Möglichkeit mit der CampusCard oder der EC/Kreditkarte zu zahlen. Diese Zahlungsmöglichkeiten verkennen den Fortschritt digitaler Zahlungsmethoden, dessen Einsatz in Supermärkten etc. bereits Usus ist und daher auch für die Universität in Betracht kommen sollte.

Einführung von Steckdosen in den Hörsälen und Seminarräumen
In den Hörsälen und Seminarräumen der Universität gibt es bisher keine Möglichkeit, dass Studenten unmittelbar vor/nach oder während universitärer Veranstaltung ihre digitalen Arbeitsgeräte (Tabletts, Laptops etc.) aufladen können. Dies erschwert ein Vorankommen in der digitalen Lehre, weshalb die Einführung von Steckdosen im den entsprechenden Räumlichkeiten gefordert wird.

Bessere Einbindung unserer Studenten aus dem Ausland in die Hochschulwahlen
Zur Beteiligung an den Hochschulwahlen ist jeder immatrikulierte Student berechtigt. Leider wird dies grundsätzlich, vor allem aber von unseren ausländischen Studenten, kaum genutzt. Letztere wissen nämlich leider oftmals nicht einmal, dass es diese Wahlen gibt, wie und wann sie ablaufen und welche Gremien mit welchen Funktionen dadurch neu besetzt werden.
Daher fordert der RCDS die englische Verfassung aller Wahlinformationen. Wahlbenachrichtigung, Informationsdokumente wie die Wahlinstruktionen und Vorschläge bzw. Ergebnisse sind derzeit nur in deutscher Sprache verfasst, was es vielen Studenten nahezu unmöglich macht, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Zwar kann sich jeder Betroffene selbst mit Übersetzungsprogrammen an einer Verständlichmachung der Dokumente versuchen, jedoch ist es zweifelhaft, wie gut der Inhalt erhalten bleibt. Diese Hürde ist mit einer grundsätzlichen Herausgabe aller Informationen in zwei Sprechen leicht aufzuheben. Auf diese Weise soll auch die Chance zur Beteiligung in einer der zur Wahl antretenden Gruppen besser gefördert werden.

Aperolautomat
Schon seit längerer Zeit haben die Autoamten in der Uni Passau teilweise auch Bier im Sortiment. In der studentischen Kultur gibt es jedoch ein weiteres Getränk, was sich großer Beliebtheit erfreut und daher auch am Campus angeboten werden soll: Aperol-Spritz. Daher setzt sich der RCDS Passau dafür ein, dass es auf dem Uni Campus auch das Angebot eines Aperolautomaten gibt.

Mensa - aber besser!
Die Uni-Mensa benötigt ein umfassendes Update. Angebote wie die Salatbar, die es vor der Corona-Pandemie bereits gab, sollen wieder ins Sortiment aufgenommen werden. Generell muss das Angebot vergrößert und verbessert werden, und dies zu erschwinglichen Preisen. Viele Studierende verbringen auch nach 16:00 Uhr Zeit auf dem Campus, haben dann jedoch außer Snack- und Getränkeautomaten keine Möglichkeit, sich zu verpflegen. Daher fordern wir, dass in den Snackautomaten auch gesündere Snacks angeboten werden und zusätzlich eine Abendmensa eingeführt wird.

Fitnessstudio an der Uni
Das universitäre Fitnessstudio bietet eine kostengünstige Möglichkeit für Studierende, sich körperlich fit zu halten, und wird daher gerne genutzt. Da jedoch besonders in den Abendstunden ein solcher Andrang herrscht, dass vernünftiges Trainieren oft erschwert wird, setzt sich der RCDS für verlängerte Öffnungszeiten ein.

Wissenschaftsfreiheit stärken
Wissenschaft und das Streben nach Freiheit in Geistesleben und Forschung gehen seit Jahrhunderten Hand in Hand. An unserer Universität wird die freie Lehre, Meinungsäußerung und Forschung jedoch von extremen politischen Ansichten bedroht. Geplante Störungen von Lehrveranstaltungen und öffentlichen Diskussionen sind zu unterbinden. Ein verstärktes Bewusstsein für deutsche Universitäten als Orte der Freiheit und Toleranz ist nicht nur in unser aller Interesse, sondern auch wichtig für eine Zivilgesellschaft, die Extremismus und Einschüchterung entgegentritt und die Freiheit des Einzelnen wahrt. Wir fordern ein Konzept der Universität, um die Wissenschaftsfreiheit in Passau zu gewährleisten. Dozenten und Studierende, die sich betroffen fühlen, sollen angemessene Unterstützung erfahren, und die Freiheit von Lehre und Forschung muss von der Institution sichergestellt werden. Zudem fordern wir eine dauerhafte Zusicherung der Universität, die Freiheit der korrekten deutschen Sprache in Prüfungen zu gewährleisten. Zwangsmaßnahmen wie Punktabzüge bei Nichtverwendung geschlechtsneutraler Sprache sind an einer freiheitlichen Universität unzulässig und müssen von der Universitätsleitung unterbunden werden. In der Prüfungsordnung darf es daher keine Vorgaben zur Sprache geben. Wir sind für die Abschaffung der Pflicht zur Verwendung sogenannter „geschlechtsneutraler Sprache“ in Anträgen des Studierendenparlaments, da diese gegen die freie Meinungsäußerung an Universitäten verstößt.

ZKK-Kursprogramm verbessern
ZKK-Kurse bieten die praktische Möglichkeit, die eigenen Kompetenzen in verschiedensten Bereichen weiterzuentwickeln. Drei Kurse, die derzeit nicht angeboten werden, sollten jedoch in jedem Semester Teil des Programms sein: Steuererklärung für Studierende, Grundlagen der Geldanlage und Zehn-Finger-Schreiben am PC. Während das Studium uns gut auf eine akademische Zukunft vorbereitet, mangelt es bei den praktischen Dingen des Lebens oft an Wissen. Gerade in unsicheren wirtschaftlichen Zeiten ist es wertvoll zu wissen, welche Ausgaben wir als Studierende steuerlich geltend machen können und wie wir unsere Rücklagen schützen. Zudem ist insbesondere am Gymnasium der Umgang mit Computern oft kein Thema. Unabhängig vom angestrebten Berufsfeld werden wir jedoch alle zumindest am PC schreiben müssen, weshalb das Zehn-Finger-System beherrscht werden sollte. Gerade für Jurastudenten, die das Zweite Examen am PC schreiben werden, ist auch die Geschwindigkeit entscheidend.

Digitale Lehre stärken
Die Corona-Pandemie hat zu einem enormen Ausbau der digitalen Lehre mit digitalen und aufgezeichneten Vorlesungen geführt. Diese Entwicklungen sollten nicht rückgängig gemacht werden. Daher setzen wir uns für einen Ausbau der Aufzeichnung präsenter Vorlesungen und die Möglichkeit, diese digital mitzuverfolgen, ein.

Einführung von Höchstkorrekturzeiten und Uhren in jedem Raum
Um mehr Planungssicherheit für Studierende zu schaffen, fordert der RCDS die Einführung von Höchstkorrekturzeiten. Im Falle von Klausuren sollte die Korrektur bis zum Beginn des Folgesemesters erfolgen bzw. innerhalb von acht Wochen, sollte der Klausurtermin weniger als acht Wochen vor dem Beginn des Folgesemesters liegen. Dieselbe Regelung sollte für Hausarbeiten gelten, mit einer Frist von zwölf Wochen. Für eine stressfreiere und fairere Bearbeitung von Klausuren fordert der RCDS zudem die Anbringung von überall im Raum einsehbaren Uhren.

Mehr Nebentermine bei Prüfungen und gleichzeitige Veröffentlichung der Kurse auf StudIP
Noch vor Beginn eines jeden Semesters beginnt ein Wettrennen darum, wer es als erstes schafft, sich in Vorlesungen und Seminare einzutragen. Dies wird unnötig komplex gemacht, da die meisten Kurse nicht zur gleichen Zeit hochgeladen werden. Dies erschwert es für alle Studierenden, den Überblick zu behalten, und macht die vorlesungsfreie Zeit unnötig kompliziert. Zusätzlich fordert der RCDS, dass in Zukunft mehr Nebentermine bei Prüfungen geschaffen werden.

Behindertengerechte Zugänge
Nach wie vor ist nicht der gesamte Campus behindertengerecht gestaltet, was den Studienalltag für Menschen mit Behinderungen unnötig erschwert. Daher fordern wir eine umfassende und zeitnahe Umsetzung notwendiger Maßnahmen.

Praktikumsberichte
Bei Pflichtpraktika, die man für sein Studium absolviert, ist man im Anschluss dazu verpflichtet, einen ausführlichen Praktikumsbericht zu verfassen. Diese Maßnahme ist grundsätzlich zu begrüßen, da so auch andere Studierende die Möglichkeit bekommen, sich über diverse Praktikumsplätze zu informieren. Jedoch kann der Inhalt und die Qualität eines Praktikumsberichts oft nur schwer festgestellt werden. Daher fordert der RCDS die Einführung eines einheitlichen Formulars, durch das Praktika standardisierter bewertet werden können.

Verbessertes Angebot im Sportzentrum
Im diversifizierten Angebot des Sportzentrums finden sich zunehmend ausgefallene Sportarten oder Kurse. Eine Erweiterung des Angebotes ist grundsätzlich zu begrüßen, darf jedoch nicht auf Kosten gängiger Sportarten geschehen. Dort bildet sich oft ein großer Andrang von Studierenden, die gerne teilnehmen würden aber keinen Platz mehr bekommen.

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