Unser Kandidat für die Mathematik

Adrián Löwenberg

Studiengang:

Informatik (B.Sc.) und Mathematik (B.Sc.)

Semester:

8./6. Semester

Deshalb kandidiere ich:

Mein Name ist Adrián Löwenberg, ich komme aus Madrid und studiere Informatik im 8. und Mathematik im 6. Semester. Wie die meisten von euch war ich kein großer Fan von Hochschulpolitik, weil ich sie immer als fremd empfunden habe und hatte das Gefühl, man könnte damit nichts verändern.

Im RCDS habe ich aber eine Gruppe engagierter Leute aus allen Fachrichtungen kennengelernt, die entschieden für eine bessere und konkurrenzfähigere TUM und für demokratischere Hochschulpolitik stehen. In der TUM und in Bayern habe ich ein neues Zuhause gefunden, wo ich immer aufs Neue herausfordert werde, jetzt möchte ich etwas zurückgeben.

Fragen an den Kandiaten

Warum denkt ihr, dass ihr für den FKR geeignet seid?

Schon in meiner Schule in Madrid wurde ich als Schülersprecher gewählt und durfte mich in eine ähnliche Tätigkeit einarbeiten. In meiner studentischen Laufbahn habe ich mich in mehreren Vereinen ehrenamtlich engagiert, unter anderem im RCDS selbst, wo ich mehrere Vorstandspositionen innehatte. Außerdem bin ich stolz, in den oberen 10% meiner beiden Studienfächer zu stehen, weswegen ich mir sicher bin, dass ich mein Studium und eine Tätigkeit im FKR gut vereinbaren kann. Für mich ist es wichtig, dass studentische Vertreter auch aktive Studenten bleiben, um sich nicht von den Anliegen ihrer Kommilitonen abzukapseln. Zusätzlich habe ich die Freude, Euch schon seit einem Jahr in der Fachschaft zu vertreten.

Warum wollt ihr die Studierenden im FKR vertreten?

Ich möchte eine neue Stimme in unsere studentische Vertretung bringen. Ich möchte, dass die Studenten tatsächlich wissen, was im FKR passiert, und, dass sie sich vertreten fühlen. Die meisten Kommilitonen, die ich kenne, wissen entweder nicht, dass es eine studentische Stimme im FKR gibt, oder fühlen sich nicht vertreten. Gerade sind wir in einer Zeit großer Ungewissheit, weshalb es umso wichtiger ist, dass die nächsten Schritte stets wissenschaftlich fundiert sind. Ich möchte Euch also eine ideologiefreie, reflektierte Vertretung anbieten.

Zwar saß ich noch nie im FKR, jedoch habe ich Erfahrung in ähnliche Gremien und in der Konfliktbehandlung, weswegen ich mich schnell einarbeiten würde. Ich möchte, dass Eure Stimme im FKR gehört wird, und wenn ich gewählt werden sollte werde ich stets erreichbar und offen für Eure Wünsche und Ideen sein.

Was ist das Thema, auf das ihr euch in der nächsten Amtszeit am stärksten konzentrieren wollt?

Für mich ist die weitreichende Demokratisierung der studentischen Vertretung besonders wichtig. In der Fachschaft Mathematik gibt es seit Jahren nur eine Liste, es war also nicht möglich, die Amtsträger gegebenenfalls abzuwählen. Durch die oft mangelhaft kommunizierten Veranstaltungen und Funktionsweisen der Fachschaft haben nicht selten diejenigen die Ämter inne, die in der Fachschaft selbst gut vernetzt sind, und nicht unbedingt diejenigen, die von Euch gewählt worden wären. Deswegen möchten wir auch in unserer Senatskandidatur eine Reform des Fachschaftenrats in Richtung eines direkt gewählten studentischen Parlaments vorantreiben.

Was habt ihr sonst noch für die nächste Amtszeit geplant?

Zusätzlich zu den Themen in Richtung Digitalisierung, die ihr weiter unten lesen könnt, haben wir einiges vor für den Garchinger Campus. Wir möchten die Essensausgabe der neuen Mensa entscheidend neugestalten, sodass sich das Chaos des Wintersemesters nicht wiederholt. Außerdem möchten wir die Entscheidung revidiert sehen, keinen Supermarkt im Galileo zu eröffnen. Wir möchten uns auch für ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bei der Verpflegung im MI-Gebäude einsetzen, entweder mit einem neuen Betreiber oder durch eine Übernahme des Studentenwerks. Die Wohnungslage in Garching muss auch neu überdacht werden. Es sollen auch TUM-Ressourcen zum Ausbau neuer Wohnheime genutzt werden, um nicht von der Garchinger Kommunalpolitik abhängig zu sein. Wenn die Fakultät für Elektrotechnik nach Garching kommt, wird es noch dringender, eine Campus-interne kostenlose Transportmöglichkeit anzubieten, seien es E-Scooter, autonome Busse, oder eine ähnliche Lösung.

Das 'digitale Semester' ist immer noch in vollem Gange. Wie beurteilt ihr die hochschulpolitischen Entwicklungen des letzten Semesters im Bezug auf digitale Lehre und wie schaut für euch die Zukunft dieser an der Fakultät aus bzw. wie wollt ihr sie mitgestalten?

Ich glaube man kann die Entwicklungen im letzten Semester größtenteils als erfolgreich bewerten. Was früher in Sachen Digitalisierung unmöglich schien, wurde zwangsweise binnen kürzester Zeit umgesetzt. Außerdem bin ich persönlich stolz darauf, dass der RBG erfolgreich eine BigBlueButton-Instanz implementiert hat, sodass uns Mathematik und Informatik Studenten die Zoom-Kontroverse ferngeblieben ist, und stattdessen eine Open-Source Lösung umgesetzt wurde. Der Erfolg bei der Durchführung von Online-Klausuren ist noch offen, für uns ist aber klar, dass Proctorio, oder ähnliche stark in die Privatsphäre der Studenten eingreifende Softwarelösungen inakzeptabel sind. Schon seit Jahren engagiert sich der RCDS für eine flächendeckende Digitalisierung in der TUM, zum Beispiel mit unserer Forderung, jede Vorlesung aufzuzeichnen. Außerdem hat der RCDS-TUM erfolgreich im Landesverband einen Antrag durchgesetzt, eine vom Staat geförderte Open-Source Lösung zur digitalen Gestaltung von Klausuren zu entwickeln, möglicherweise auf der Basis von TUMExam. Diese Forderungen werden dann den entsprechenden Gremien der Landesregierung weitergeleitet.

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