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RCDS in Bayern e.V. und RCDS an der LMU kritisieren extremistisches Vorgehen des „Antifaschismusreferats“ der StuVe München

RCDS in Bayern e.V. und RCDS an der LMU kritisieren extremistisches Vorgehen des „Antifaschismusreferats“ der StuVe München

München. Am Montag, den 22.10.2018, veranstaltete das sog. „Antifaschismusreferat“ der Ludwig-Maximilians-Universität zu München eine Vortragsveranstaltung mit dem Titel „Einführung in die Kritik an Studentenverbindungen“. Ziel der Veranstaltung war es laut Ankündigungstext im Rahmen einer ,,Kritischen Einführungswoche“, über die Geschichte von Studentenverbindungen zu informieren, einen Überblick über die Münchener Korporationen zu geben, „Ansätze einer Kritik am Männerbund zu formulieren“ und letztlich „das ein oder andere Massengrab auf dem Weg in die Gegenwart finden“ zu wollen.

Nachdem bereits die Formulierungen dieser Zielsetzung Zweifel an der weltanschaulichen Neutralität der Veranstaltung entstehen ließen, führten die Veranstalter im Ankündigungstext weiter aus, dass „Personen, die rechten Parteien oder Organisationen angehören“ von der Teilnahme ausgeschlossenen seien. „Aufgrund der schwammigen Formulierung und der fehlenden Definition der Begriffe durch die Veranstalter“, so der Landesvorsitzende Felix Brandstätter, „ist davon auszugehen, dass politisch Andersdenkende durch das Antifaschismusreferat nicht geduldet waren. Diese Art der fehlenden Dialogbereitschaften entspricht nicht im Geringsten dem Ansatz der bayerischen Hochschulen als Orte des freien Diskurses und darf daher nicht geduldet werden!“.

Als zu Beginn der Veranstaltung mehr als hundert interessierte Personen aus dem Umfeld der verschiedenen Münchener Studentenverbindungen Einlass ersuchten, wurde der Vortrag kurzfristig wegen angeblicher Brandschutzbedenken und technischer Probleme in einen anderen Raum verlegt, der nicht annähernd genug Platz für die Schar an Interessenten bot. Nach Aussagen Anwesender wurden Personen aus dem Umfeld der Verbindungen bewusst nicht mehr eingelassen, was den Unwillen des sog. „Antifaschismusreferates“, sich auf Augenhöhe mit den Opfern der eigenen Diffamierungskampagne auseinanderzusetzen, aufzeigt. Als Reaktion auf dieses diskriminierende, antidemokratische und dem Ansehen von angehenden Akademikern unwürdigen Verhalten, sangen die ausgeschlossenen Studenten das bekannte Studentenlied „Die Gedanken sind frei“ und setzen somit ein starkes Zeichen für den akademischen Diskurs und die Meinungsfreiheit.

Der RCDS in Bayern e.V. bekennt sich klar zur Tradition und den Verdiensten der akademischen Verbindungen und dankt ihnen für ihren Einsatz sowohl im akademischen als auch gesellschaftlichen Bereich. Dass hier durch ein angeblich demokratisches Gremium der StuVe München aufgezeigte Verhalten bedarf dringend einer genaueren Aufklärung, in deren Folge auch die Auflösung des sog. „Antifaschismusreferates“ kein Tabu darstellen darf. Weitergehend sollte entsprechend den Forderungen Bayerns größten und ältesten politischen Studentenverbandes zeitnah die Finanzaufstellung der StuVe und ihrer Organe überprüft und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, damit ein möglicher Missbrauch von öffentlichen Geldern durch politische Extremisten, wie die Organisatoren der hier beschriebenen Veranstaltung, aufgedeckt werden kann. Der RCDS in Bayern e.V. sowie der RCDS an der LMU e.V. fordern zudem die Aufhebung des seit den frühen 2000ern bestehenden Beschlusses, nach welchem Verbindungsstudenten nicht mehr öffentlich an der Ludwig-Maximilians-Universität auftreten dürfen. ,,Eine Universität, die sich der Geschichte der Geschwister Scholl verschrieben hat, darf es nicht dulden, dass politisch Andersdenkende wieder offen ausgegrenzt und diffamiert werden.“, so der Vorsitzende des RCDS an der LMU e.V., Maximilian Wolf.

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